16.7.13 Triage und Observation

Triage und Observation

Durch den Haupteingang im ersten Hauptgebäude, vorbei an Mohamed, einem Securitymitarbeiter, gleich links befindet sich im Erdgeschoss die Triage. Die Anmeldung ist klein und übersichtlich. Hier wird entschieden, ob die Kinder mit Eltern weiter in ein Healthcenter geschickt werden, sie als Outpatient von einem Arzt in einem Behandlungszimmer, selbige Ebene, angeschaut werden, was oft schon ein paar Stunden Wartezeit mit sich bringt oder sie so krank sind, dass sie mit Begleitung einer Schwester eine Etage höher in den ER gebracht werden. Alle Outpatients und Inpatients werden dort gewogen, die Länge sowie alle Vitalwerte werden einmal gemessen und auf eine grüne Karteikarte geschrieben. Die Temperatur messen die Eltern selbst, dabei muss ich anmerken, dass im ganzen Krankenhaus nur axillär gemessen wird. Bei Bedarf wird Paracetamolsaft gegeben, das dort einzige verfügbare Medikament. Diese Arbeit ist einfach und gut strukturiert für die dort arbeitenden Schwestern. Es gibt eine Schwester am Empfang namens Onike, die ausschließlich alle Kinder in ein überdimensionales Gouvermentbuch einträgt. Zur Zeit hat sie vier Wochen frei und jemand anderes übernimmt vorübergehend diese Tätigkeit.


Blick auf die Anmeldung der Triage


Blick von oben

Auf der rechten Seite, vorbei an der Pharmacy und mehreren Behandlungsräumen befindet sich am Ende des Flurs die kleine überschaubare Observationstation mit ihren acht Betten. Wobei die größeren Betten sich öfters auch zwei Kinder teilen. Hier liegen die Kinder nur kurz und werden schnellstmöglich entlassen oder weiter verlegt, ansonsten ist es noch so eine Art Privatstation für den Klinikchef Dr. Baion, der hier die Visiten abhält. Die Observation läuft durch die Schwestern ganz gut und oft trifft man sie gemütlich sitzend an. Von der Schwesternanzahl her, könnte dort bald 1:1 Betreuung stattfinden. Aber zu gern, wird sich dort im direkt angrenzenden kleinen Aufenthaltsraum aufgehalten.
Auf dieser Station gibt es eine sehr lustige Schwester namens Abibatu, die mir unbedingt Krio beibringen möchte, aber da bleibt mein Vokabular sehr sehr begrenzt mit den typischen Redewendungen:



  • Kusheh - Hallo

  • Kusheh ja - dir auch Hallo

  • Tenki - Danke

  • Tell good tenki - dank sei Gott

  • Au di body? - wie geht's ?

  • Di body fine - es geht mir gut

  • Small small - es wird langsam

  • Au di morning, day, work, pikin...? - wie ist der Morgen, Tag, Arbeit, Kind...?

  • Una Morning - Euch guten Morgen

  • Ussa you de? - Wo wohnst du?

  • A de na... - Ich wohne in...

  • Wetin na you name? - Wie heißt du?

  • Au mos? - Wieviel?

  • I don dei - er/sie ist gestorben

  • Kombra - Mutter

  • Anti -Tante

  • tschuh - Spritze geben

  • toilet fast fast - Durchfall

  • the body warm - hat Fieber

  • merressin - Medizin

  • don don - fertig

  • titi - Mädchen

  • bobo - Junge



  • Gang zur Observationstation, rechts sind Behandlungszimmer


    bei der Ward Challenge



     

    16.7.13 21:47